Liebe macht blind, aber hoffentlich nicht blöd!
Hallo Besucher,
tja, es ist so eine Sache mit der Liebe im Netz. Ganz schnell ist man dabei, seinen Kopf zu verlieren - oftmals an jemanden, den man noch gar nicht von Angesicht zu Angesicht gesehen hat. Das macht ja gerade die Magie des Online-Dating aus. Wir füllen mit unserer Vorstellungskraft die Lücken auf, die Texte und Bilder auf der Website zwangsläufig lassen müssen.
Das kann sehr aufregend sein. Manchmal lässt man jedoch gerne jede Vernunft fahren. Gerade für Männer trifft dies zu. Wir zeigen Ihnen diese Woche, zu welchen Ergebnissen das führen kann. Und wie Sie damit umgehen können.
Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihr flirt.antenne.com-Team
Sie dürfen auch ignorieren!
Eigentlich flirtet man ja im Netz, um Menschen kennen zu lernen. Und nicht, um sie zu ignorieren. Wenn ich Letzteres tun wollte, wäre es ja einfacher, den Rechner ausgeschaltet zu lassen ...
Manchmal mischt sich jedoch unter die "Normalbären" auf einem Dating-Angebot auch ein "Problembär" (um die Terminologie des bayrischen Ministerpräsidenten zu benutzen). Will sagen: es kann vorkommen, dass ein Nutzer etwas aufdringlich werden kann. Das ist zwar die große Ausnahme - aber wir haben natürlich auch für diese Fälle vorgesorgt. Denn schließlich möchte man ja nicht unbedingt mit unerwünschten Messages belästigt werden.
Unsere Form der Selbstverteidigung in diesen Fällen heißt "
Ignoreliste". Und die tut genau das, was ihr Name verspricht. Es ist eine Liste der Nutzer, von denen Sie keine weiteren Messages empfangen wollen. Diese Nachrichten werden dann einfach blockiert - und kommen dann nie wieder bei Ihnen an ...
Manch einer wird jetzt sagen: Was ist aber, wenn sich dieser Nutzer erneut mit einem anderen Namen registriert? Keine Bange! Unsere lückenlose Anmeldungsprozedur ermöglicht uns, diese Fälle herauszufiltern. Ein und denselben Nutzer wird es also nicht mehrfach bei uns geben. Auch das gehört zu den Sicherheitsfeatures, für die wir von der Initiative
Safer Dating mit der Höchstwertung ausgezeichnet wurden ...
Liebe macht blind - oder vielleicht auch blöd?
Wir nutzen einen aktuellen Anlass, um mal wieder das Thema Sicherheit beim Online-Dating aufzugreifen. Derzeit steht nämlich ein 31jähriger Kraftfahrer aus St. Johann in Stuttgart vor Gericht, weil er im April dieses Jahres eine Tankstelle in Backnang überfallen hat. Offensichtlich war er nicht gerade ein Profi oder auch nur ein regelmäßiger Krimi-Konsument, denn er machte so ziemlich alles falsch, was man bei einem Überfall falsch machen kann: Weder trug er eine Maske, noch ging er den Überwachungskameras an der Tankstelle aus dem Weg. Im Gegenteil - vor dem Überfall tankte er erst noch in aller Seelenruhe sein Auto voll und lieferte den Ermittlern so ein 1A-Video von sich. Anschließend marschierte er in die Tankstelle, bedrohte eine 69jährige Kundin mit einem Messer und erzwang so von der Kassiererin die Herausgabe von Bargeld (übrigens sensationelle 230 ¿, also nicht wirklich genug, um sich damit in die Südsee abzusetzen). Dass er vor der Aktion von einem anderen Auto die Kennzeichen geklaut und an seinem Wagen angebracht hatte, war rückblickend betrachtet auch nicht der Weisheit letzter Schluss, denn diese halfen der Polizei, ihn als Täter zu ermitteln.
Nun fragen Sie sich (einigermaßen verwirrt) vermutlich, was die Geschichte mit Online-Dating zu tun hat? Ganz einfach: Der ungeschickte Aushilfs-Ganove gab nämlich als Motiv für seine Tat an, er habe über eine Flirt-Line im Internet eine Frau kennen gelernt, die dringend Bargeld benötigte. Gesehen hatte er die Frau noch nie, aber offensichtlich hat sie es prima geschafft, an seine Retter- (oder sonstigen) Instinkte zu appellieren. Denn er war am Tattag unterwegs in ein Krankenhaus, in dem er einer Freundin seiner Online-Flamme das Bargeld übergeben sollte. Dumm nur, dass er selber knapp bei Kasse war (als Hintergrundinfo: vor Gericht beklagte er, bereits früher hätten es zwei Frauen nur auf sein Geld abgesehen gehabt - manche Menschen scheinen einfach nicht aus Schaden klug zu werden!). Also entschied er sich, den Robin Hood zu spielen und die Tankstelle zu überfallen, um seiner virtuellen Angebeteten zu Hilfe eilen zu können.
Es ist übrigens nicht überliefert, was aus der Romanze wurde. Vermutlich erst mal nichts - immerhin könnten den Unglücksraben nun mindestens zehn Jahre Haft erwarten (wegen erpresserischen Menschenraubs und schwerer räuberischer Erpressung). Und ob die Dame bereit ist, von E-Mail auf Gefängnispost umzusteigen ... wir haben da so unsere Zweifel ..
Verschenken Sie online ruhig Ihr Herz - aber lassen Sie Ihr Portmonee dabei zu!
Leider häufen sich in letzter Zeit wieder die Meldungen zum Thema Betrug beim Online-Dating. Beliebte Maschen dabei, auf die Sie keinesfalls hereinfallen sollten, sind unter anderem die folgenden:
- Ein Flirtpartner/eine Flirtpartnerin, mit dem Sie schon seit längerem in Kontakt stehen, schlägt ein persönliches Treffen vor, behauptet aber, sich die Reise zum Treffpunkt nicht selbst leisten zu können. Er oder sie bittet Sie daher um einen finanziellen Zuschuss. Meist laufen solche Transaktionen über nicht zurück verfolgbare Kanäle - und sind dann ebenso verschwunden, wie der vermeintliche Traumpartner.
- Ihr Schwarm meldet sich bei Ihnen an dem Tag, an dem Sie beide sich persönlich treffen wollten, und gibt an, dass er oder sie auf dem Weg zum Treffpunkt ohne Geld und Tickets gestrandet ist (z. B. weil er oder sie angeblich bestohlen wurde oder sein Gepäck verloren hat). Ob Sie ihm bitte ganz dringend sofort Geld anweisen könnten?
- Verbreitet ist auch die "medizinische" Masche, die in sehr unterschiedlichem Gewand daher kommen kann: Ihre Flamme erzählt Ihnen online völlig verzweifelt, dass er oder sie schwer erkrankt ist (wahlweise: überfallen und zusammengeschlagen wurde; Opfer eines Wohnungsbrandes wurde; einen schweren Unfall hatte usw. usw.) Sie oder er braucht unbedingt finanzielle Unterstützung von ihnen, ansonsten weiß er / sie nicht, wie es weiter gehen soll (wahlweise: springt sie vor die nächste U-Bahn; wird sie in kürzester Zeit unter schrecklichen Qualen sterben; muss sie ins Obdachlosenasyl ziehen usw. usw.).
Daher an dieser Stelle noch mal unsere Ratschläge, wie Sie sich vor unseriösen Zeitgenossen schützen können:
- Keine 0900-Nummern anrufen, wenn solche als Kontaktmöglichkeit bei Singles angegeben sind! Dahinter stecken immer professionelle Anbieter/innen, die Ihnen in Nullkommanix Unsummen über die Telefonleitung abnehmen!
- Vorsicht vor unpersönlichen E-Mails, die von auffallend attraktiven Singles kommen, die über keinen anderen Kontaktweg zu erreichen sind!
- Überweisen/schicken Sie kein Geld an Menschen, die Sie nicht persönlich kennen! Das kann schwer fallen, wenn man zum anderen bereits einen engen emotionalen Kontakt aufgebaut hat und nun das Gefühl hat, diese Person sei in schwere Not geraten. Dennoch: Lassen Sie sich in solchen Fällen nicht von Ihrer Hilfsbereitschaft mitreißen. Bieten Sie andere Formen der Hilfe an, bei denen kein Bargeld fließt. An der Reaktion Ihres Gegenübers werden Sie schnell merken, wie Sie die Situation wirklich einzuschätzen haben.
- Weihen Sie einen Freund / eine Freundin in das Geschehen ein. Ein Außenstehender mit kühlem Kopf ist ein besserer Ratgeber in solchen Fällen als ein leidenschaftlich verliebtes Herz!
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